Im Zuge der Überlegungen zur Stärkung des ÖPNV-Angebots ist im Jahre 2024 über die Einführung des sogenannten Projekts „0-Euro-Samstag“ mit den ÖPNV-Aufgabenträgern (MVG und RNN) diskutiert worden. Schließlich wurde in diesen Verhandlungen erreicht, dass dieses Angebot seit dem Dezember 2024 auch für Budenheim eingeführt wird. In der Praxis bedeutete dies, dass die Budenheimer Bürger „fahrscheinlos“ und damit kostenfrei an jedem 1. Samstag eines Monats in die Busangebote der Linien 68 und 80 nach Mainz und zurück nutzen konnten.
Die Gemeinde hatte zur Finanzierung im Jahre 2024 einen pauschalen Zuschuss von 481 Euro und für das Jahr 2025 einen Betrag in Höhe von 5.808 Euro gezahlt; für das 1. Halbjahr 2026 wurde die Zahlung eines Betrages von 2.924 Euro vereinbart. Insgesamt ist also seitens der Gemeinde in diesem Zeitraum für dieses Angebot bislang ein Betrag von rd. 9.200 Euro zur Verfügung gestellt worden.
Die Gemeinde ging zunächst davon aus, dass dieses Projekt zumindest auch noch im 2. Halbjahr 2026 im Rahmen einer pauschalen Zuschussregelung fortgesetzt werden kann. Leider gilt der „0-Euro-Samstag“ seit Juli 2026 allerdings nur noch für das Mainzer Stadtgebiet sowie die Gemeinden Wackernheim und Zornheim. Für weitere Kommunen, die unmittelbar an das Gebiet der Stadt Mainz grenzen und für die ebenfalls dieses Angebot galt, führten die Verhandlungen zu keinem positiven Ergebnis, was aus Sicht der Gemeinde sehr bedauerlich ist. Erreicht wurde lediglich, dass aus Kulanzgründen für Budenheim der „0-Euro-Samstag“ noch für den Juli 2026 kostenfrei geblieben ist. D.h. ab August muss wieder für alle Wochentage ein Ticket gekauft werden; diese Änderung wurde versäumt zu kommunizieren, was bedauerlich ist.
Eine Fortführung dieses Programmes wäre nur möglich, wenn die BürgerInnen (eine für sie) kostenfreie Fahrkarte auf digitalem digital Wege erwerben. Dies setzt allerdings voraus, dass jeder Fahrgast über ein Smartphone verfügt und das Ticket über eine App (FAIRTQ) herunterlädt. BürgerInnen, die über kein Smartphone verfügen, würden damit allerdings „außen vor“ bleiben. Zudem wäre unklar, welche finanziellen Belastungen für die Gemeinde entstehen; denn es sind keine Statistiken verfügbar, wie viele Personen die Vorzüge des „0-Euro-Samstag“ genutzt haben.
Die Gemeinde wird sich nach wie vor dafür einsetzen, attraktive Rahmenbedingungen für den ÖPNV im Mainzer Umland zu erreichen und das Gespräch sowohl mit der Stadt Mainz als auch dem Landkreis Mainz-Bingen suchen.

